Das Prinzip der „biologischen Injektion“ im Sinne von „natürlichen Lebensformen“ hat sein naturgemäßes Äquivalent und seinen Ursprung in der Natur.
Der Biss der Ameise, der Schlange oder der Stich
eines Insekts sind typische Einspritzungen in oder unter die Haut
mit mehr oder weniger giftiger Wirkung. Die Umwandlung des Gifts in
eine Heilwirkung durch „Polaritätswechsel“ im pharmazeutischen
Prozess und die Anwendung dieses Naturprinzips als perkutane,
heilende Applikationsmaßnahme wurde in der Ethnomedizin vieler
Völker nachvollzogen: Vom Peitschen der Haut mit Blasentang,
Brennnesseln oder Birkenreisern über das Setzen von Blutegeln und
Schröpfköpfen bis hin zu verschiedenen Akupunkturstrategien.
Gleichzeitig gaben uns diese perkutanen Heilverfahren nach der
Signaturenlehre entscheidende Hinweise dafür, welche spagyrisch
oder homöopathisch aufbereiteten Stoffe sich als Simile gerade für
die Injektionsbehandlung als besonders vorteilhaft erweisen: Es
sind diejenigen, die auch natürlich perkutan über humorale Bahnen
wirken, wie z.B. Bienen-, Spinnen-, Schlangengift, Brennnessel- und
Sumach-Arten oder die Ameisensäure.
Einer unserer „Pioniere“, der dieses therapeutische Potential
spezifischer, natürlicher Arzneigrundstoffe sowie sein ärztliches
„know-how“ aus langjähriger Praxiserfahrung heraus in die
Entwicklung eines biologischen Neuraltherapeutikums integrierte,
war Zett (BN 53 nach Dr. Zett, Memmingen, ca. 1950; heute:
BN dolo).
Unsere ältesten Arzneikombinationen gehen in ihrer Zusammensetzung
auf Zimpel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück und
werden seit über 100 Jahren über Apotheken und den pharmazeutischen
Großhandel vertrieben. Somit war die Entwicklung der biologischen
Injektionen in etwa zeitgleich mit den Erkenntnissen der Diagnostik
und Therapie ausgehend vom Ende des 19. Jahrhunderts
verknüpft.
Mit der RUFEBRAN-Reihe (Rudolf Ferdinand
Brandt) von ursprünglich 12 homöopathisch-spagyrischen
Injektionspräparaten haben wir schon in den vierziger Jahren
Arzneimittel mit einem festumgrenzten Wirkungsgebiet in den Handel
gebracht.
Basierend auf der Kenntnis der Weihe-Druckpunkte (Weihe 1886,
hyper-algetische Punkte der Körperoberfläche) und der Head´schen
Zonen (1889, Topographie von Reflex-Arealen der Haut) begannen in
kurzer zeitlicher Folge der Aufschwung der Neuraltherapie (Hunecke
1928), der Segmenttherapie (Kibler 1958) sowie die Akzeptanz der
Akupunktur. Als gemeinsames physiologisches Prinzip liegt all
diesen komplementären Therapien mit ihren Wirkungen auf
Regulationsmechanismen die nervale Wechselwirkung zwischen inneren
Organen und bestimmten zugehörigen Bezirken der Körperoberfläche
(viszerokutane Reflexe) zugrunde. Die fundamentalen
wissenschaftlichen Arbeiten von Pischinger (1980) und Heine (1987)
über das „System der Grundregulation“ haben entscheidend zum
Verständnis und zur Neudefinition der perkutanen Heilverfahren
beigetragen. Unter dem Blickwinkel der sogenannten
Injektionsakupunktur (Pharma-Akupunktur, chemische Akupunktur,
Heine 1991 sowie der Homöosiniatrie nach de la Fuye und Weihe) sind
traditionell bewährte biologische Arznei-Spezialitäten aktueller
denn je.
Im Zuge des seit 1978 laufenden Nachzulassungsverfahrens und den
notwendigen Anpassungen an das Arzneimittelgesetz (AMG) mussten bei
den Komplexmitteln immer wieder Änderungen erfolgen. In unseren
RUFEBRANEN waren vor allem die spagyrischen Bestandteile zu
eliminieren, da für spagyrische Arzneimittel im Unterschied zu
Homöopathika keine amtlichen Monographien vorliegen. Die gegenüber
der Originalzusammensetzung veränderten Präparate wurden zuerst
durch den Namenszusatz „novo“ gekennzeichnet und jetzt für einen
erleichterten Therapiebezug erneut namentlich angepasst.
Bitte beachten Sie, dass HEPAR 202 N, RUFEBRAN® 1
novo, RUFEBRAN® 2, RUFEBRAN® 4 novo,
RUFEBRAN® 7 novo, RUFEBRAN® 8 novo und RUFEBRAN®
10 novo unter neuen Handelsnamen im Verkehr sind.
BN 53 novo und AS 101 VA N werden
bereits seit Juni 03 unter den Handelsnamen BN dolo bzw.
PANALGAN® geführt.
Obwohl HEPAR 202 N ursprünglich nicht Bestandteil der
Original-RUFEBRAN®-Serie war, haben wir dieses Lebermittel
im Rahmen der Umstellung auf indikationsbezogene Kennzeichnungen in
diese traditionell bewährte Komplexmittel-Reihe integriert.
Alle Arznei-Spezialitäten sind nach den Vorschriften des
Homöopathischen Arzneibuches (HAB) hergestellt und geprüft. Die
Potenzierung erfolgt durch Handverschüttelung nach der
Mehrglasmethode.